Von der Fabrikstadt zur Wohnstadt: was Arbon bei der Vorsorge besonders macht
Arbon zählt 16’268 Einwohnerinnen und Einwohner per 31.12.2025 und ist die drittgrösste Gemeinde des Kantons. Von 2020 bis 2025 wuchs die Bevölkerung um 9.4 Prozent, stärker als in jeder anderen der sechs grössten Gemeinden. Zugleich ist mehr als jede fünfte Person 65 Jahre alt oder älter, und die Stadt nennt den steigenden Pflegebedarf als einen der grössten Kostentreiber bei den Gesundheitskosten, die laut Budget 2025 auf Gemeindeebene jährlich um rund 10 Prozent wachsen. Die Fragen rund um Kapital, Rente und Wohnen im Alter stehen unter Pensionierung planen im Thurgau. Quelle: Amt für Daten und Statistik Thurgau, Bevölkerungsstand Quelle: Amt für Daten und Statistik Thurgau, Alter und Stadt Arbon, Medienmitteilung zum Budget 2025
Die Fabriken, die Arbon gross gemacht haben, prägen die Stadt bis heute. Das frühere Saurer-Areal beim Bahnhof, das WerkZwei, führt der Kanton als Entwicklungsschwerpunkt. In den Betrieben der Stadt arbeiten gut 7’000 Personen, Stand 2024, knapp ein Viertel davon in Industrie, Gewerbe und Bau; seit 2011 hat die Industrie Stellen verloren und die Dienstleistung gewonnen. Der Stadtpräsident schrieb im Budget 2026, Prognosen für die international tätige Zulieferindustrie in Arbon seien schwer zu treffen. Wechselt man die Stelle, wechselt in der Regel auch die Pensionskasse. Quelle: Amt für Daten und Statistik Thurgau, Beschäftigte, Stadt Arbon, Zwischenbericht Legislaturziele 2026 und Budget 2026
Von den Arbonerinnen und Arbonern, die zur Arbeit pendeln, arbeitet gut jeder Vierte in der Stadt St. Gallen (1’172 von 4’157 Wegpendlern), und insgesamt pendeln mehr Menschen aus Arbon weg, als hereinkommen, Stand der Erhebung 2020 bis 2022. Die Steuern zahlen sie zu Hause in Arbon. Welche Pensionskasse sie haben, bestimmt der Arbeitgeber, der Kanton spielt dafür keine Rolle. Beim Stellenwechsel wandert das Pensionskassengeld zur neuen Kasse; worauf Sie dabei achten, erklärt die Seite Pensionskasse und BVG verstehen. Quelle: Amt für Daten und Statistik Thurgau, Pendlerbewegungen der Städte
Und zu Hause ist die Steuerlast die höchste im Kanton. Der Gemeindesteuerfuss, also der Prozentsatz der einfachen Steuer, den die Gemeinde erhebt, liegt 2026 bei 70 Prozent; zusammen mit Staats- und Schulsteuer ergibt das in Arbon 284 Prozent ohne Kirchensteuer. Horn nebenan kommt mit einem Gemeindesteuerfuss von 34 Prozent aus. Je höher der Steuerfuss, desto mehr bringt jeder Abzug, etwa die Einzahlung in die Säule 3a oder der Einkauf in die Pensionskasse, und desto stärker wirkt es, Kapital in mehreren Jahren zu beziehen statt auf einmal. Wie viel Sie einzahlen dürfen, steht unter Säule 3a im Thurgau. Quelle: Amt für Daten und Statistik Thurgau, Steuerfüsse der Politischen Gemeinden und Steuerverwaltung Thurgau, Steuerfüsse 2026
Passende Themen für Arbon
- Säule 3a im Thurgau: Maximalbeträge, Steuerersparnis, Konto oder Police. Bei der höchsten Steuerbelastung im Kanton wirkt jeder Franken Abzug am stärksten.
- Pensionskasse und BVG verstehen: Übertrag beim Stellenwechsel, Einkauf und Steuern, Kapital oder Rente. Jeder fünfte Arboner Pendler arbeitet in St. Gallen.
- Pensionierung planen im Thurgau: Zeitpunkt, Kapital oder Rente und Wohnen im Alter, in einer Stadt, die selbst mit steigendem Pflegebedarf rechnet.

Häufige Fragen
Ich arbeite in St. Gallen. Muss ich etwas beachten?
Für die Steuern zählt Ihr Wohnort, also der Arboner Steuerfuss. Ihre Pensionskasse bestimmt der Arbeitgeber, der Kanton spielt dafür keine Rolle. Was Ihr Plan vorsieht, steht im Vorsorgeausweis Ihrer Pensionskasse.